Zum zwölften Mal in Folge wurde die Hirschgartenstraße 35 in eine Berufsfeuerwache umgewandelt.


Pünktlich um acht Uhr zum Dienstantritt wurden die Einteilung verlesen, die Fahrzeuge gecheckt und die Schlafräume bezogen.
Nach einer ausgelösten Brandmeldeanlage durch zwei leichtsinnige Bauarbeiter ging es mit einer Sporteinheit weiter.
Derweil kredenzte unser Michelin-Koch bereits das Mittagessen.

Noch während dem anschließenden Abräumen klingelte der Hausalarm und die ganze Wachmannschaft war gefordert.
An der Schule hatte sich bei Dachdeckerarbeiten die Pappe entflammt und schnell das halbe Dach in Flammen gesteckt. Eine Fluchttreppe konnte im Erstangriff nicht geöffnet werden, weshalb man sich mit Leitern den Zugang aufs Dach verschaffte.
Fast nahtlos reihten sich die Einsätze jetzt einander an oder fanden sogar zeitgleich statt. Selbst Unterrichte zum Thema Erste Hilfe oder Arbeitsdienste konnten nicht ohne Unterbrechung stattfinden.

Nachmittags wurde es dann gleich wieder gefährlich. Ein LKW einer Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Schwimmbadtechnikfirma war verunfallt und das transportierte Chlorfass hatte Leck geschlagen.
Von der Wache rückte der Hilfeleistungszug und eine Gefahrgutkomponente aus um dem Szenario Herr zu werden. Nachdem der Patient aus seinem LKW befreit wurde, pumpten die Kräfte noch das übrige Chlor ab.
Nachdem alle Fahrzeuge wieder Einsatzbereit im Stall standen gab es erstmal ein zünftiges Vesper.

Als gäbe es ein Drehbuch, brannte der LKW in den frühen Abendstunden dann auf dem Hof des Abschleppunternehmens komplett aus. Der Besitzer kommentierte dies kopfschüttelnd nur mit einem „tut das nout?“
Eigentlich schon geschafft von den Einsätzen zog noch ein Unwetter über Köngen hinweg, was zu einem umgestürzten Baum sowie einer überschwemmten Straße führte und die Nachwuchskräfte erneut forderte.
Als wäre das nicht genug, meldete die Polizei einen Brandstifter, der bereits zwei Mülltonnen in Brand gesteckt hatte.
Selbiger konnte aber schnell Dingfest gemacht werden und alle konnten dann endlich in Ruhe die Nacht verbringen.

Am nächsten Morgen hieß es dann lediglich alles wieder auf Vordermann bringen, Fahrzeuge putzen, Betten aufräumen und Küche säubern.
24 Stunden im Einsatz, nicht nur anstrengend für die Nachwuchskräfte, aber auch mit viel Spaß und Action verbunden.

Ein Dank geht raus an alle Betreuer und den helfenden Händen, die wieder einmal zu einem reibungslosen Ablauf beigetragen haben.

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